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500 Jahre Brüggemann-Altar – Schleswig und Bordesholm feiern „ihren“ Altar

Mit seinen fast vierhundert individuell gestalteten Figuren und filigranen Architekturdetails ist der Bordesholmer Altar ein einzigartiges Zeugnis der Schnitzkunst der frühen Neuzeit. Fast 13 Meter hoch – wie eine stattliche alte Eiche oder ein dreigeschossiges Wohnhaus – erzählt der Altar die christliche Heilsgeschichte von den ersten Menschen bis zum Jüngsten Gericht.Die Errichtung des Altars im Chor der Klosterkirche im Jahr 1521 bildet den vorläufigen Abschluss und Höhepunkt der Raumgestaltung als monumentale herzogliche Grablege. Bereits 1509 hatte Herzog Friedrich I. zusammen mit seiner Ehefrau Anna von Brandenburg dem Augustiner Chorherrenstift ein neues Chorgestühl anfertigen lassen. Nach Annas frühem Tod im Jahre 1514 wurde über ihrer Gruft im Laienschiff eine Bronzetumba errichtet, die Friedrich und Anna nebeneinander in Lebensgröße darstellt.

Nach Auflösung des Klosters und der später dort eingerichteten Lateinschule ließ Herzog Christian Albrecht das Altar-Retabel im Jahr 1666 aus der verwaisten Kirche in den Schleswiger Dom überführen.

Die besondere Geschichte des Altars ist der Anlass, dass sich die Klosterkirchengemeinde Bordesholm, der Kulturverein Bordesholmer Land e.V. und die Kirchengemeinde Schleswig entschlossen haben, das Jubiläum dieses herausragenden Kunstwerks gemeinsam mit Ausstellungen und Veranstaltungen von Pfingsten 2021 bis Pfingsten 2022 zu feiern.

 

In Bordesholm: Ausstellung in der Heimatsammlung und der Klosterkirche: Täglich von 11:00 bis 13:00 Uhr sowie zwischen 15:00 und 17:00 Uhr.

Mehr unter www.500jahrebordesholmeraltar.de